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Archive für 3.7.2009

Warum Unternehmen eine Communitainment-Strategie brauchen

Die Mitarbeiter eines Unternehmens, seine Partner, seine Kunden - sie alle sind Communities. In aller Regel setzen sich diese Communities zudem aus zahlreichen Untergruppierungen - also weiteren Communities - zusammen. Um diese Menschen zu erreichen, müssen Unternehmen Community-gerecht mit ihnen kommunizieren. Das heißt: Austausch statt Monolog, Vernetzung statt Hierarchie, Entertainment statt trockener Wissensvermittlung, Ernstnehmen statt nur Wahrnehmen, Motivieren statt nur Regulieren.

Für viele Unternehmen - insbesondere im B2B-Umfeld - bedeutet dies einen grundlegenden Wandel ihrer Kommunikationskultur. Deshalb muss ein Unternehmen eine individuelle Community-Building-Strategie festlegen, um diesen Wandel ohne allzu große Reibungsverluste bewältigen zu können. Ein wichtiger Bestandteil dieser Community-Building-Strategie ist eine Communitainment-Strategie.

Eine Community-Building-Strategie besteht aus mehreren Schritten:

1. Eruieren: Zuhören und herausfinden, wie die jeweilige Community zusammengesetzt ist und wie sie “tickt”.

2. Kommunizieren: Sich auf diese Community einstellen und die eigenen Ziele angemessen - also offen, ehrlich und möglichst auch unterhaltsam - mitteilen. Dieser zweite Schritt ist der wesentliche Einsatzbereich einer Communitainment-Strategie.

3. Akzeptieren: Die Bindung des Unternehmens an die Community herstellen und dazu das Feedback der Community annehmen, um selbst angenommen zu werden. Communitainment ist hier hilfreich.

4. Engagieren: Die Community von Unternehmensseite aus stärken, um das Unternehmen als wertvollen Teil der Community zu etablieren. Auch hier kommt Communitainment zum Tragen, um das Engagement zu begleiten.

5. Involvieren: Die Aktivitäten der Community in die Strategie des Unternehmens zurückspielen und für einen kontinuierlichen, produktiven Dialog nutzen. Ist dieses Stadium einmal erreicht, dann ist Communitainment fester Bestandteil der Kommunikationskultur eines Unternehmens.

Eine Community-Building-Strategie - und damit auch der Einsatz von Communitainment - erfordert von einem Unternehmen, vertraute Positionen sowie Vorbehalte den Communities gegenüber aufzugeben. Oft ist dies kein leichter Schritt.

Als Zielpunkt dieser Bemühungen lockt aber die Aussicht auf die feste Verankerung eines Unternehmens in seinem sozialen Netzwerk. Ein Unternehmen sollte danach streben, der Dreh- und Angelpunkt (englisch: Hub) seiner Community zu werden. Denn dann ist das Unternehmen nah an seinen Mitarbeitern, Partnern beziehungsweise Kunden, wird als gleichberechtigter Gesprächspartner ernstgenommen und kann schnell auf sich ändernde Situationen und neuen Bedarf reagieren.

Dabei ist die Bereitschaft der Menschen, sich für Belange zu engagieren, die sie als interessant, nützlich oder gar wichtig einstufen, nicht zu unterschätzen.
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