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Archive für 12.7.2009

Social Technographics: Rangordnung der Web-2.0-Aktivisten

Das Analystenhaus Forrester, sehr rege in Sachen Marktforschung zu Social Networking unterwegs und hier unter anderem als Brötchengeber der Groundswell-Autoren bekannt, nutzt für seine Marktuntersuchungen - wie auch im Buch Groundswell - das so genannte “Social-Technographics”-Raster, um die Web-2.0-Aktivitätsniveaus befragter Personen strukturiert zu analysieren.

Auf der untersten Stufe - die Technographics-Einteilung wird von Forresters als eine Art Leiter dargestellt - befinden sich logischerweise die Menschen, die keinerlei Social-Networking-Interesse zeigen. Darüber siedeln die Forrester-Forscher in fünf Rangstufen die Gruppen der Spectators (Betrachter), Joiners (Mitmacher), Collectors (Sammler), Critics (Kritiker) und schließlich Creators (Erzeuger, Kreative, Schaffende) an.

Spectators geben sich laut Forrester mit reinem Konsum zufrieden: Sie lesen Blogs, Online-Foren sowie Kundenkritiken und Ratings, betrachten Videos anderer Anwender und hören Podcasts. Joiners nennt Forrester Menschen, die zudem in Social Networks wie Facebook, Xing oder Linkedin unterwegs sind und dort ein Profil unterhalten. Die Collectors nutzen RSS-Feeds und ordnen ihre erjagten und gesammelten Webseiten und Fotos mittels Tags. Forresters Kritiker-Kaste postet Ratings und Beurteilungen zu Produkten und Dienstleistungen, kommentiert fremde Blog-Einträge, diskutiert in Online-Foren mit und trägt zu Wikis bei.

An der Spitze der Forrester’schen Web-2.0-Hackordnung stehen die Creators: Sie unterhalten eigene Websites und Blogs, stellen selbstfabrizierte Videos und Musik online und schreiben auch Artikel für die Websites Dritter. (Selbstzufriedenheitsmodus: an) Es ist übrigens nett, sich als Journalist und Blog-Autor mal an der Spitze einer Rangordnung wiederzufinden und nicht nur immer in der Rolle des bloßen Lieferanten von Informationen.  (Selbstzufriedenheitsmodus: aus) ;-)

Forresters nützliches Technographics-Raster kann somit auch bei Communitainment-Kampagnen eines Unternehmen dazu dienen, die Mitarbeiterschaft (oder Partner oder Kunden) zum Beispiel mittels Umfragen auf sinnvolle Weise zu gruppieren. So erhält man ein Gefühl dafür, welche Kommunikationsmaßnahmen gut “ankommen” werden und welche eher nicht.

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