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Archive für 14.7.2009

Studie: B2B-Entscheider sind im Web 2.0 oft nur Zaungäste

Laut einem aktuellen Report des Analystenhauses Forrester sind die Leute, die in Unternehmen über Social-Networking-Projekte zu entscheiden haben, in Sachen Nutzung von Web-2.0-Techniken wie Wikis, Foren und Blogs häufig nur passive Zuschauer. Für unternehmensweite Communitainment-Projekte muss man also berücksichtigen, dass die Entscheider, die es hierfür zu gewinnen gilt, selbst oft nur beschränkte Erfahrung mit aktiver Teilnahme an Communities Web-basierter Bauart aufzuweisen haben.

In seinem Report mit dem etwas unhandlichen Titel “Vendors: Leverage How Decision-Makers Use Web 2.0 Technologies to Tailor Collaboration Offerings” vom 02. Juli 09 beschreibt Analyst T.J. Keitt den Erfahrungsstand der IT- und Business-Chef in den Unternehmen. Dazu hat Forrester 577 IT- und Business-Manager befragt, die über Software - damit also auch über Web-2.0-fähige Collaboration-Software - zu entscheiden haben. Zur Einordnung der Umgangsweisen mit Social-Networking-Technik greift der Analyst natürlich auf Forresters Social-Technographics-Raster (siehe auch hier) zurück.

Keitts Fazit: Eine eindeutige Mehrheit der Entscheider - stolze 93% - lesen Online-Foren oder Diskussionsgruppen und 82% lesen Blogs, sind also im Forrester-Jargon als “Spectators” (Zuschauer) zugange. Immerhin über drei Viertel (77%) beteiligen sich zudem an Foren und Diskussionsgruppen, aber nur 41% der Manager unterhalten selbst ein Blog (was ja auch viel Zeit verschlingt - Metaphorous-Erfahrungswert!), und nur schlappe 40% basteln aktiv an Wikis mit.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Marktforscher: Das Treiben im Privaten spiegelt sich im Geschäftsalltag. Was auch immer die Business-Entscheider häufig nutzen, verwenden sie auch im privatenUmfeld ausgiebig: “Ein aktiver Teilnehmer an Social-Media-Aktivitäten zu sein führt zu deren Einsatz im Business-Umfeld”, so Keitt.

Wer also im Rahmen von Communitainment-Projekten den Einsatz von Web-2.0-Tools wie Blogs oder Wikis voranbringen will, tut gut daran, die Nutzung dieser Werkzeuge im Privatbereich der Unternehmensmitarbeiter zu fördern. Im einfachsten Fall ergeht es dem Einsatz von Community-Tools in einem Unternehmen dann wie damals den Palm Pilots und heute den iPhones: Sie sickern über den privaten Gebrauch in den Unternehmensalltag ein.

Wenn IT-Verantwortliche und Software-Entscheider der Fachbereiche Social Media nur konsumieren, aber nicht aktiv nutzen, warnt Keitt, “verpassen sie eine Gelegenheit, in einen echten Austausch mit den Menschen in ihrem Unternehmen oder ihrer Abteilung zu treten”.

Schlaue IT- und Business-Manager stoßen eine Community-Kultur im Unternehmen indes selbst an - und warten nicht ab, ob sie sich eines Tages als Folge des Einsatzes entsprechender Werkzeuge quasi von allein ergibt

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