Die Betreiber von Social Networking Sites wie Twitter oder Facebook müssen ihre Systeme besser vor Angriffen schützen - das fordert der Security-Anbieter Sophos in seinem neuen „Security Threat Report“ für das 1. Halbjahr 2009. Laut den Spezialisten aus den Sophos Labs nutzen Kriminelle soziale Netzwerke mittlerweile verstärkt, um erstens potenzielle Opfer zu identifizieren, und um diese zweitens direkt über die privat oder beruflich genutzten Social Networks anzugreifen.
Laut Sophos befürchten zwei Drittel der IT-Verantwortlichen in Unternehmen, dass Mitarbeiter zu viele persönliche Informationen in Social Networks preisgeben und damit die IT-Sicherheit gefährden. Rund 25 Prozent der Unternehmen haben angegeben, bereits einmal Spam-, Phishing- oder Malware-Attacken zum Opfer gefallen zu sein, die von Social Networking Sites ausgegangen sind.
„Die Bemühungen der Betreiber von Social-Network-Plattformen, immer mehr Mitglieder zu gewinnen, gehen auf Kosten des ausreichenden Schutzes ihrer bestehenden Kunden“, moniert deshalb Christoph Hardy, Senior Security Consultant bei Sophos: „Die lockeren Zeiten sind für Social Networks längst vorbei - personenbezogene Informationen sind in Gefahr, da die Websites einfach nicht ausreichend vor kontinuierlichen Attacken geschützt sind.“

Solange die Betreiber sozialer Netze nützliche Mechanismen wie zum Beispiel das von der Uni Cambridge vorgeschlagene Konzept der Privacy Suites nicht einführen, sind Unternehmen wohl am besten beraten, ihre Mitarbeiter freundlich und motivierend auf die Gefahren der Nutzung sozialer Netze und auf die Möglichkeiten eines möglichst sicheren Verhaltens hinzuweisen. Diese Communitainment-Maßnahmen sollten das berufliche wie auch das private Umfeld abdecken, da diese beiden Bereiche gerade bei der Nutzung von Social Networks immer stärker verschmelzen.
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