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Archive für 30.7.2009

IBM: Jamming für neue Ideen

Zur Sammlung innovativer Ideen setzt IBM seit 2001 auf weltweit durchgeführte Crowdsourcing-Events: Bei so genannten „Jams“ kommunizieren Abertausende von IBM-Mitarbeitern und -Partnern mehrere Tage toujours mittels Web-2.0-Technik, Experten sichten dann die Fülle der Ergebnisse und filtern das Umsetzbare heraus. 2006 veranstaltete IBM einen Jam mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit - ein Thema, das den IT-Riesen nach wie vor umtreibt.

Seit 2001 veranstaltet IBM jährlich so genannte „Innovation Jams“, also weltweit durchgeführte, Web-gestützte Brainstormings zu wechselnden Themen. Mit dem Begriff „Jamming“ greift IBM dabei einen Terminus aus Blues, Jazz und Rock-Musik auf, nämlich das spontan improvisierte Zusammenspiel mehrerer Musiker - eine durchaus passende Metapher für Collaboration mittels Web-2.0-Tools. Wie in der Musik, so heißen auch die Collaboration-Events bei IBM „Jam-Sessions“.

Laut eigenen Angaben hat IBM mit dem Jam-Programm seine mehr als 300.000 Mitarbeiter seit 2001 zu Forschungs- und Innovations-Brainstormings vernetzt. So habe der Values Jam 2003 den Mitarbeitern erstmals die Möglichkeit gegeben, die Kernwerte des Unternehmens grundlegend und auf denkbar breiter Basis zu diskutieren.

„Die Jam-Session 2006 rückte speziell Umweltfragen in den Mittelpunkt“, so Reinhard Hoehn, Unternehmenbevollmächtigter Umweltschutz bei IBM Deutschland. „Die offene Plattform des Jams half dabei, die Green Communities im Unternehmen zu einem weltweiten Innovationsprozess zusammenzuführen.“

Der Innovation Jam von 2006 war laut IBM-Angaben mit rund 150.000 Teilnehmern aus 67 Unternehmen (IBM sowie Partnerunternehmen und -organisationen) das bis dato weltgrößte Crowdsourcing-Event. Aus diesem Jam haben sich gemäß Konzerninformationen zehn neue Geschäftszweige entwickelt, die mit 100 Millionen Dollar Anschubfinanzierung ausgestattet wurden.

„Innovation Jams werden von weltweiten Kommunikationskampagnen begleitet, die zum Engagement für ein bestimmtes Thema aufrufen“, so Hoehn. „Deshalb haben Jams eine ganz andere Qualität als unser reguläres, Web-gestütztes Vorschlagswesen mittels ThinkPlace. Die Vielfalt, die durch das Zusammenführen einer weltweit verstreuten Community entsteht, sorgt für ganz neue Effekte.“

Als Beispiel für diese Wirkungen nennt Hoehn Erkenntnisse aus Diskussions-Threads des Jams von 2006: „Die Jam-Kampagnen öffnen die Augen für den Stellenwert bestimmter Themen in unterschiedlichen Teilen der Welt. So zeigte der Jam 2006 unter anderem, welch hohe Bedeutung das Thema Wasser in Ländern wie Indien hat. Heute engagiert sich IBM verstärkt für Umweltthemen wie eben die Wasserwirtschaft und für die Frage, wie IT helfen kann, solche Abläufe zu optimieren.“

090729-wg-ibm-innovation-jam-screen.jpg  Für vergrößerte Ansicht Bild anklicken.

Der Innovation Jam 2008 konzentrierte sich auf die vier Schwerpunkte Change/Innovation, Kunden als Partner, globale Integration und „Der Planet und seine Bevölkerung“, also Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Laut IBM-Angaben entstanden im Laufe dieses Jams im Oktober 2008 innerhalb von 90 Stunden über 32.000 Postings von insgesamt fast 90.000 eingeloggten Teilnehmern. Das beliebteste Thema war Change/Innovation mit 32 Prozent der Beiträge, mit dem Thema Nachhaltigkeit befassten sich knapp ein Viertel der Posts.

Neben diesen Jam-Sessions sind die Themen Green IT, Green Enterprise und Umweltschutz natürlich auch Gegenstand des Alltagsgeschäfts bei dem IT-Konzern. „Für die hausinterne Diskussion stützen wir uns auf Werkzeuge wie Wikis, die für die Darstellung des Wissensstands zum Beispiel rund um Green IT großen Anklang finden, sowie auf unsere Social-Networking-Plattform Fringe.“ Das Social Network sei mit den Chat Rooms verknüpft. Der Vorteil, so Hoehn: „Die Präsenzanzeige aus den Chats macht dabei sichtbar, welche Experten zu einem Thema gerade online sind.“

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