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9.8.2009 von Wilhelm Greiner.
Die Unternehmenswelt hat ein Glaubwürdigkeitsproblem: Ihre (potenziellen) Kunden nehmen ihnen ihre Marketing-Aussagen dazu, wie umweltfreundlich ihre Produkte sind, nicht ab. Laut einer Studie von Forrester vertrauen lediglich 15% der US-amerikanischen Konsumenten den Werbeaussagen zu Ökoprodukten, und nur 13% sind der Meinung, dass die Unternehmen alles Nötige tun, um ihre Produkte umweltfreundlicher zu machen. Und dies vor dem Hintergrund, dass 60% der Amerikaner und sogar 71% der Europäer angeben, dass ihnen die Umwelt am Herzen liegt - ein ausgewachsenes Desaster also.
Um dem zu begegnen, starten Unternehmen immer wieder Öko-Initiativen. So unterhält zum Beispiel eBay inzwischen unter dem Namen “Rethink” eine Kampagne zur Reduktion von Elektroschrott. Auch Green-Marketing-Kampagnen dürften künftig zunehmen, da Unternehmen verstärkt versuchen müssen, die bröckelige Fassade ihrer Öko-Images aufzuhübschen.
Zudem rücken Mitarbeiterprogramme mit dem Ziel, die Umweltbelastung der eigenen Firma zu senken, mehr in den Mittelpunkt: Laut Forrester gibt es solche Programme bei 43% der befragten Unternehmen, 14% planen dies, und weitere 22% erwägen es zumindest.
“Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in grüne Vorhaben mit ein”, rät Forrester-Analyst Steven Noble. Denn die Mitwirkung der eigenen Mitarbeiter an Initiativen zum Schutz der Umwelt ist ein wichtiger Baustein, um Misstrauen gegen die Aufrichtigkeit beworbener Öko-Aktivitäten zu verringern. Anders formuliert: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter zu umweltfreundlichem Handeln motivieren - denn dies zu unterlassen kann geschäftsschädigend sein.
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