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20.8.2009 von Wilhelm Greiner.
Der Hype Cycle des Analystenhauses Gartner dient dazu, die Stadien der Akzeptanz einer neuen Technologie zu visualisieren: In einem X/Y-Raster (Zeit/Sichtbarkeit) steigt eine Kurve zunächst stark an und fällt dann ebenso steil wieder ab, um schließlich von einer Talmulde aus erneut, aber diesmal sanfter anzusteigen und flach auszulaufen.
Für vergrößerte Ansicht Bild anklicken. Bild: en.wikipedia.org
Diesen Verlauf hat Gartner als typisches Muster eines Hypes um eine neue Technik erkannt: Auf den so genannten “Technology Trigger” (die den Hype auslösende Technik) folgt der “Peak of Inflated Expectations” (Gipfel überzogener Erwartungen), gefolgt vom Absturz ins “Trough of Disillusionment” (Tal der Enttäuschung). Taugt die Technik dann tatsächlich für den Unternehmenseinsatz, folgt auf die allmähliche Verbreitung im “Slope of Enlightenment” (Anstieg der Erleuchtung) schließlich die Verbreitung im Unternehmensalltag (”Plateau of Productivity”).
Laut Gartners Hype Cycle zum “High Performance Workplace” vom Juli 2009 hat das Thema Social Software nun den Peak der überzogenen Erwartungen bereits hinter sich - und steht somit also kurz vor dem Absturz in jene Phase, in der sich alle über die voreilige Hochjubelei und die mangelnde Marktreife der Techniken beklagen.
Einige andere Techniken aus dem Social-Networking-Umfeld sind entlang des Hype Cycles verteilt: Social Mining steht noch ganz am Anfang der Kurve, während Ubiquitous Collaboration (überall mögliche Web-basierte Zusammenarbeit) schon allmählich den Gipfel ins Visier nimmt. Social Bookmarking befindet sich laut den Marktforschern gerade im freien Fall in Richtung Tal der Tränen, während sich die Social-Network-Analyse gerade wieder aufrappelt. Corporate Blogging wiederum befindet sich schon auf dem besten Weg hangaufwärts und sickert damit immer mehr in den Business-Alltag ein.
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