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24.8.2009 von Wilhelm Greiner.
Das hervorragende Buch “Presentation Zen” des Vortrags-Gurus Garr Reynolds wurde hier schon empfohlen. Eine kleine, aber sehr nützliche Ergänzung dazu: In “Presentation Zen” übergibt Reynolds dem Chef-Blogger und Marketing-Mufti Seth Godin für zwei Seiten (S. 20/21) das Wort, um einige grundlegende Tipps zur umgehenden Verbesserung von Präsentationen zu liefern.
Godin legt den PowerPoint- oder Keynote-Anwendern dieser Welt folgende vier Empfehlungen ans Herz:
1. Slides sollten den Vortrag des Präsentators verstärken, nicht dessen Worte wiederholen. (Rund 90% aller Slide-Jongleure sollten sich hier bereits ertappt fühlen.) Godin fordert sogar: Niemals mehr als sechs Worte auf einer Vortragsfolie.
2. Verzicht auf alberne Clip-Art-Grafiken, um stattdessen - wie auch Reynolds ständig predigt - professionelles, hochwertiges Bildmaterial zu verwenden.
3. Keinerlei Spielereien beim Übergang von Slide zu Slide: “Keep it simple.” (Wäre das schön - seufz!)
4. Eine klare Trennung zwischen Präsentation und ausgeteilten Unterlagen, statt die Präsentation auszudrucken und damit neugieriges (oder gelangweiltes) Hin- und Herblättern in den Ausdrucken zu provozieren - oder gar Zuschauer aus dem Auditorium zu vertreiben: Warum Zeit mit Zuhören verschwenden, wenn man das Gesagte jederzeit in Ruhe nachlesen kann?
Reynolds wie auch Godin plädieren überzeugend dafür, beim Präsentieren emotionale Schwungkraft zugunsten des gesprochenen Vortrags zu erzeugen und das zeitraubende Nachlesen von Details, Hintergründen und Quellenangaben durch Verweis auf ein später auszuteilendes Handout auf die Zeit nach dem Vortrag zu verbannen. Dies ist wohl der am sträflichsten vernachlässigte Hinweis von allen - immer wieder trifft man auf derartige Selbstüberlistung seitens der Präsentatoren, leider gefördert von Veranstaltern, die in ihren Vortragsrichtlinien genau diese unsinnige Dopplung fordern.
Diese vier Tipps dürften in jeglichem Kontext sehr hilfreich sein bei dem Unterfangen, die Aufmerksamkeit und das Interesse der zuhörenden Community zu wecken. Ist dann das verwendete Bildmaterial - und möglichst auch der Vortragsstil des Präsentators - unterhaltsam, so kann man damit durchaus eine dröge PowerPoint-Präsentation in eine Communitainment-Veranstaltung ummünzen.
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