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3.9.2009 von Wilhelm Greiner.
Um den Unternehmen im Rahmen von SBC- und Virtual-Desktop-Projekten den Umstieg von Fat Clients (PCs) auf Thin Clients (TCs) möglichstzu erleichtern, halten TC-Hersteller schon seit geraumer Zeit Hilfsmittel parat. So kann man zum Beispiel PCs schon längst mittels spezieller TC-Karten zu schlanken Endgeräten “degardieren” - allerdings verbunden mit manuellem Basteln und Schrauben an jedem einzelnen Bestands-PC.
Der renommierte deutsche TC-Hersteller Igel hat nun den “Universal Desktop Converter” (UDC) vorgestellt: Der UDC bietet ein TC-Image auf einem USB-Stick, sodass sich ein Fat Client per USB-Speichermedium zum TC umfunktionieren lässt. Der Administrator muss dabei bislang immer noch alle fetten Clients einzeln abklappern - eine zentrale Steuerung per Netzwerk wird laut Igel in Kürze folgen. Die Lizenzierung ist dabei auf einer SIM-Karte im Stick (im Bild unter der Klappe) hinterlegt.

Der kleine TC-Anbieter Liscon aus dem österreichischen Klagenfurt hat übrigens unter dem Namen “Liscon Managed Desktop” fast zeitgleich ebenfalls einen Software-Client herausgebracht, der sich per USB-Stick verteilen lässt.
Zusatz-Software wie der Virtual Desktop Accelerator und die TCX-Suite des TC-Spezialisten Wyse Technology wiederum sorgt für einen optimierten Zugriff auf die zentral gehosteten (virtualisierten) Desktops im Rechenzentrum. Wyse-Software steckt auch hinter den Beschleunigungsfunktionen für VMwares Virtual-Desktop-Lösung View 3.
Auf die Frage, wie ein Unternehmen betroffenen Mitarbeitern den Umstieg von fetten lokalen Rechnern auf kleine TCs und gehostete Desktops am besten vermitteln sollte, erklärte Dr. Frank Lampe, Marketing-Leiter bei Igel: “Der beste Weg ist es immer, mit Performance zu überzeugen.” Er warnt deshalb davor, bei Virtual-Desktop-Projekten auf der Server-Seite mit Leistung zu knausern. Wenn Server-Performance und Zugriffsgeschwindigkeit eine Verbesserung darstellen, so Lampe, dann würden die Mitarbeiter bei der Umstellung auf virtualisierte Desktops “auch mal Kleinigkeiten in Kauf nehmen”.
Igels Marketier geht zudem davon aus, dass sich mit dem aktuellen Linux-Kernel 2.6 zirka 90 bis 98 Prozent der lokal installierten Peripherie automatisch erkennen lässt, sodass Probleme durch lückenhafte Unterstützung lokaler Zusatzgeräte kaum mehr eine Rolle spielen sollen.
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