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23.10.2009 von Wilhelm Greiner.
Das bekannte Marktforschungshaus Gartner hat diese Woche anlässlich seines Gartner Symposiums in Orlando, Florida seine Einschätzung der zehn wichtigsten Technologietrends für das kommende Jahr vorgestellt. In die Top 10 der Analysten haben es geschafft: das allgegenwärtige Modethema Cloud Computing, simulationsfähige Analysewerkzeuge für effizientere Geschäftsprozesse, zentral verwaltete virtualisierte Clients (also Virtual Desktops), “IT for Green” (Umweltschutz durch IT-Einsatz), kleinteilig skalierbare Rechenzentren, Aktivitäts-Monitoring für mehr Sicherheit, Flash-Speicher (als Ersatz für Festplatten), Virtualisierung als Mittel für höhere Verfügbarkeit, Applikationen für mobile Endgeräte sowie Social Computing.
Unter dem Label “Social Computing” fordert das Analystenhaus die Verknüpfung der individuellen Arbeitsumgebungen der Mitarbeiter im Unternehmen mit deren jeweils bevorzugten Informationsquellen - ein weiterer Aspekt der von Gartner schon vor Jahren ausgerufenen “Consumerization“, also der Verschmelzung von beruflicher und privater IT-Nutzung.
Die Folgerung der Analysten: Unternehmen müssen sich auf den Einsatz von Social Software und Social Media ebenso konzentrieren wie auf die Integration dieser Plattformen in externe Communities - seien sie vom Unternehmen geförderte externe Communities oder aber öffentliche Plattformen. Das “soziale Profil” sei dabei ein Mittel der Verbindung dieser beiden Welten.
Dieser Brückenschlag zwischen privat und beruflich genutzten Social-Software-Umgebungen erfordert eine neue Art der Kommunikation seitens der Unternehmen, die eben diese Bewegung nachvollzieht. Denn der Tonfall ist in den beiden Social-Software-Welten durchaus unterschiedlich. Kommt ein Unternehmen diesen unterschiedlichen Bedürfnissen an den schnellen, oft auch informellen Austausch von Informationen, Meinungen und Fragen nicht entgegen, dann errichtet es Motivationshürden, schafft Unsicherheiten und bremst damit das Potenzial dieser neuen, dynamischen Kommunikationsformen aus.
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