Der CRM-Anbieter Salesforce.com - der immer wieder gern als Referenz genannt wird, wenn es um Software as a Service (SaaS) oder Platform as a Service (PaaS) geht - ergänzt sein Portfolio um eine Social-Computing-Plattform: “Chatter” (auf Deutsch: “Geschwätz”, aber auch “Zähneklappern”) heißt das neue Angebot, dem Salesforce als Logo ein albernes Klapper-Gebiss verpasst hat. War wohl witzig gemeint.
Chatter, das im Laufe des nächsten Jahres verfügbar werden soll, wird auf der der hauseigenen PaaS-Plattform Force.com aufsetzen und soll dann so ziemlich alles bieten, was man heute von einer Social Software im Privatumfeld kennt und deshalb im Unternehmensumfeld erwartet: Social Profiles, Status-Update, Gruppen von Kontakten, Feeds, Social Content, ergänzende Social Apps, ein Sicherheits- und Berechtigungsmodell sowie APIs für die Kommunikation mit externen Social-Software-Lösungen. An Google, Facebook und Twitter will man ebenfalls gleich direkt andocken.
Damit sollen Social-Software-Features für alle Anwendungen verfügbar werden, die auf Force.com laufen - also sowohl für die hauseigenen Anwendungen als auch für die Lösungen aus Salesforce’ umfangreichen Partnerumfeld. Die Social-Komponente soll natürlich die Zielsetzung unterstützen, die Kundenbindung der Salesforce-CRM- und angrenzender Partnerlösungen durch all die schicken neuen Web-2.0-Mechanismen intensiver und effektiver zu gestalten.
Jedenfalls hat Salesforce verstanden, dass Enterprise-Lösungen und Social Computing zusammenwachsen.
Chatter hat das Potenzial, die Salesforce-Community einen großen Schritt nach vorn zu bringen. Die vielen kleinen Anbieter von Social Software erhalten damit einen weiteren mächtigen Konkurrenten. Das wird spannend.
P.S.: Danke an Michael Frohn von salesfactory42 für den Hinweis!
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