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1.12.2009 von Wilhelm Greiner.
Die Computerwoche brachte kürzlich eine von Lutz Bleyer, dem Leiter Zentrale Security bei der Fiducia IT AG, gezeichnete Case Study über die Security-Awareness-Kampagne des Hauses. Die Kampagnenarbeit der Fiducia gilt in Security-Awareness-Kreisen als Vorzeigeprojekt und war auch eines der Beispiele, die Michael Helisch und Dietmar Pokoyski in ihrem informativen Überblickswerk “Security Awareness” im Rahmen eines Interviews mit aufgeführt haben.
“Es hat sich bewährt, nicht mit erhobenem Zeigefinger herumzulaufen und die Mitarbeiter belehren zu wollen. Besser ist es, die Leute einzubeziehen”, resümiert Bleyer in dem Artikel. Zu diesem Zweck hat der IT-Dienstleister zum Beispiel Filmmaterial gedreht und dazu hauseigene Mitarbeiter als Darsteller gecastet. “Indem eigene Mitarbeiter als Darsteller Teil der Kampagne werden, wirkt die Aktion integrativ und motiviert durch einen hohen Spaßfaktor”, so Bleyer.
Bleyer und seine Kollegin Dr. Christa von Waldthausen, Leiterin Marketing und Kommunikation bei der Fiducia, haben bereits zwei Kampagnen durchgeführt - jeweils mit Pausen dazwischen, um eine Ermüdung des Publikums zu vermeiden - und sind kürzlich mit ihrer dritten Kampagnean den Start gegangen.
Jede Kampagne setzt laut Bleyers Ausführungen auf einen Sprach- oder Bildstil, der sich deutlich von den Vorgängern unterscheidet. Dies soll für erneute Aufmerksamkeit sorgen und es ermöglichen, auf aktuelle Stimmungen und Trends zu reagieren.
Den Erfolg ihrer Awareness-Arbeit misst die Fiducia-Truppe - jenseits von nachweislich durch aufmerksame Mitarbeiter verhinderten Übergriffen - per Mitarbeiterbefragung für einen “Security Awareness Index”.
Die Frage, wie sich der nachhaltige Erfolg von Awareness-Aktivitäten messen und damit das Budget rechtfertigen lässt, sorgt immer wieder für Diskussionsstoff in der Awareness-Dienstleister-Branche, zumal es den Awareness-Arbeitern ja nicht nur um kurzfristige Aufmerksamkeit geht, sondern um eine nachhaltige Verankerung des Sicherheitsbewusstseins in den Köpfen und im Verhalten der Mitarbeiter.
So verweist auch diese Case Study darauf, Ziel sei letztlich eine “gemeinsame Sicherheitskultur” - und eine solche ist ein flüchtiges Wesen und damit nur schwer in kalte Messdaten zu fassen. Hinzu kommt das klassische Problem der Ethnologen: der Einfluss des Beobachters selbst. Antworten die befragten Eingeborenen nur so, wie sie antworten, eben weil ich sie dazu befrage? Tanzen sie nur, weil die Kamera läuft? Vielleicht ist ja der Awareness-Arbeiter nur ein Tourist in der Sicherheitskultur seines Kollegen-Völkchens…
P.S.: Dank an Patrik Edlund von HP für den Lese-Tipp!
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