Archiv der Kategorie Buch

Seth Godin: Slides und Ausdrucke trennen!

Das hervorragende Buch “Presentation Zen” des Vortrags-Gurus Garr Reynolds wurde hier schon empfohlen. Eine kleine, aber sehr nützliche Ergänzung dazu: In “Presentation Zen” übergibt Reynolds dem Chef-Blogger und Marketing-Mufti Seth Godin für zwei Seiten (S. 20/21) das Wort, um einige grundlegende Tipps zur umgehenden Verbesserung von Präsentationen zu liefern.

Godin legt den PowerPoint- oder Keynote-Anwendern dieser Welt folgende vier Empfehlungen ans Herz:

1. Slides sollten den Vortrag des Präsentators verstärken, nicht dessen Worte wiederholen. (Rund 90% aller Slide-Jongleure sollten sich hier bereits ertappt fühlen.) Godin fordert sogar: Niemals mehr als sechs Worte auf einer Vortragsfolie.

2. Verzicht auf alberne Clip-Art-Grafiken, um stattdessen - wie auch Reynolds ständig predigt - professionelles, hochwertiges Bildmaterial zu verwenden.

3. Keinerlei Spielereien beim Übergang von Slide zu Slide: “Keep it simple.” (Wäre das  schön - seufz!)

4. Eine klare Trennung zwischen Präsentation und ausgeteilten Unterlagen, statt die Präsentation auszudrucken und damit neugieriges (oder gelangweiltes) Hin- und Herblättern in den Ausdrucken zu provozieren - oder gar Zuschauer aus dem Auditorium zu vertreiben: Warum Zeit mit Zuhören verschwenden, wenn man das Gesagte jederzeit in Ruhe nachlesen kann?

Reynolds wie auch Godin plädieren überzeugend dafür, beim Präsentieren  emotionale Schwungkraft zugunsten des gesprochenen Vortrags zu erzeugen und das zeitraubende Nachlesen von Details, Hintergründen und Quellenangaben durch Verweis auf ein später auszuteilendes Handout auf die Zeit nach dem Vortrag zu verbannen. Dies ist wohl der am sträflichsten vernachlässigte Hinweis von allen - immer wieder trifft man auf derartige Selbstüberlistung seitens der Präsentatoren, leider gefördert von Veranstaltern, die in ihren Vortragsrichtlinien genau diese unsinnige Dopplung fordern.

Diese vier Tipps  dürften in jeglichem Kontext sehr hilfreich sein bei dem Unterfangen, die Aufmerksamkeit und das Interesse der zuhörenden Community zu wecken. Ist dann das verwendete Bildmaterial - und möglichst auch der Vortragsstil des Präsentators - unterhaltsam, so kann man damit durchaus eine dröge PowerPoint-Präsentation in eine Communitainment-Veranstaltung ummünzen.

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Garr Reynolds: Präsentationen ansprechend gestalten

Zur Community-gerechten Kommunikation gehört es im Business-Umfeld an vielerlei Stelle, ein Publikum im Rahmen einer PowerPoint- oder Keynote-Präsentation zu erreichen. Zu den bekanntesten Verfechtern einer Präsentationskultur, die auf präziser Konzeption, klarer Information und ansprechender Aufbereitung basiert, statt die ewig gleichen Bullet-Point-Orgien abzufeiern, gehört Garr Reynolds. Er hat seine Gedanken zum Präsentieren in seinem Buch “Presentation Zen” kompetent und - wie zu erwarten war - anschaulich aufbereitet zusammengefasst. Auf Deutsch heißt das Werk “Zen oder die Kunst der Präsentation“.

Reynolds steht für eine Präsentationsweise, die mit Worten sehr sparsam umgeht und statt dessen auf die Wirkung treffender, emotionsgeladener Bilder setzt (als deren Quelle er wiederholt das Portal für Bildvermarktung www.istockphoto.com empfiehlt). “Presentation Zen” verdeutlicht sehr gut, welche Eleganz das gekonnt inszenierte Zusammenspiel von Text und Bild zu bewirken vermag.

Reynolds demonstriert: “PowerPoint macht blöd” stimmt nicht - vielmehr setzen viele Präsentatoren ein an sich nützliches Werkzeug falsch ein. Das schon oft in höchsten Tönen gelobte Buch ist eine nützliches Hilfsmittel für alle, die “Death by PowerPoint” unter ihren Zuschauern vermeiden wollen. Angesichts der - vorsichtig formuliert - lieblosen Gestaltung zahlloser Präsentationen kann allein schon eine klare Strukturierung und sinn- oder gar geschmackvolle Aufbereitung eines Vortrags dessen Unterhaltungswert deutlich über den Durchschnitt heben.

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WAN-Optimierung für Dummies

Dies Buchserie “…for Dummies” aus dem Hause Wiley wurde hier bereits positiv hervorgehoben, ebenso Wileys Corporate Publishing wie etwa “Green IT for Dummies” im Auftrag von HP. (Nein, ich werde nicht von Wiley bezahlt, ich weise einfach auf Best Practices hin, wo ich auf sie stoße. Und Wiley ist auf diesem Gebiet eben sehr rege.)

Ein weiteres gelungenes Beispiel für Corporate Publishing im knuffigen Dummies-Design ist das White Paper “WAN Optimization for Dummies” im Auftrag des WAN-Beschleunigungsprofis Blue Coat. Das handliche 20-Seiten-Broschürchen - gegen zahlreiche Angaben zur Person als PDF unter www.wanop4dummies.com zum Download erhältlich - ist übersichtlich aufbereitet, informativ und Dummies-typisch witzig gestaltet.

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So arbeitet die Broschüre mit amüsanten Wortspielchen wie in der Überschrift von Kapitel 1 “The WANderful World of Wide Area Networks”; es geht um “Getting SaaS-y” (SaaS: Software as a Service, “Getting sassy”: “frech werden”) oder “Getting Your Movies Moving” (über die Beschleunigung von Video-Inhalten).

Neben dem technischen Hintergrund zur WAN-Optimierung enthält das Dummies-Heftchen auch zwei Case Studies zur Veranschaulichung (”Real-World WANswers”) sowie eine Checkliste zur Vorauswahl (”Ten Questions to Ask a WAN Optimization Vendor”). Ein rundum gelungener Einstieg in ein technisch diffiziles Thema. Mehr solcher!

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Social-Engineering-Krimi von Sophos

Ein recht gut gelungenes Beispiel für Communitainment ist der Krimi “Spam aus dem achten Stock”, geschrieben von Rainer Sauer im Auftrag des Security-Anbieters Sophos. Sophos veröffentlichte das 48-seitige PDF im Sommer 2008, seit Oktober letzten Jahres ist die Geschichte auch als kostenlos und ohne Registrierung ladbares MP3-Hörbuch erhältlich.

Der Cyber-Krimi handelt von einem gezielten Spam-Angriff auf einer Mainzer Spedition, den ein hauptberuflicher Social Engineer vorbereitet und durchgeführt hat. Der Angriff legt die IT-Infrastruktur der Spedition sowie damit deren gesamtes Geschäft lahm und bringt den IT-Leiter dadurch in arge Bedrängnis. Doch zu seinem Glück springt ihm ein heldenhaft-cooler britischer IT-Security-Profi - natürlich aus dem Hause Sophos - zur Seite, behebt die Schäden des Angriffs und hilft dann sogar bei der Überführung des Täters.

Sophos’ Social-Engineering-Krimi enthält die üblichen Zutaten, die man von einer Kriminalgeschichte erwartet - inklusive reichlich Lokalkolorit, Häuserkletterei am Frankfurter Messeturm zwecks Spionageaktion und einer kleinen Verfolgungsjagd mit Ferrari (den der böse Hacker fährt). Das Einflechten der Firma Sophos erfolgt dabei recht plakativ; so gehört zum Happy End auch, dass die Spedition fürderhin auf eine E-Mail-Appliance von Sophos setzt. Trotzdem hat das Konzept Lob verdient. Denn Sophos macht damit komplexe IT-Themen wie Social Engineering und Spam-Attacken auf originelle Weise greifbar. Ein solcher Krimi bleibt bei Anwendern sicher deutlich besser “hängen” als der hundertste Warnhinweis des IT-Administrators.

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Cisco: Netzwerktechnik anschaulich dargestellt

Um das staubtrockene Thema Netzwerktechnik für Einsteiger verständlich darzustellen, gibt Netzwerk-Ausrüster Cisco beim hauseigenen Verlag für Lehrmaterial Cisco Press die Buchreihe “… Simplified” heraus, die das jeweilige Thema auch Anfängern zugänglich machen soll. Ein Beispiel ist das Buch “Cisco Networking Simplified“, Ende 2007 in einer zweiten, erweiterten Ausgabe erschienen. Dessen Zielsetzung: IT-Networking begreifbar genug für Neulinge, aber trotzdem noch für den Netzwerkprofi interessant.

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Was an “Cisco Networking Simplified” als erstes auffällt, ist der üppige Einsatz von Bildmaterial aller Art, das die kurzen Überblickstexte begleitet: Fotos, Charts, unterschiedliche Arten von Netzwerkgrafiken, diverse Cartoon-Stile - es geht recht wild zu im Layout des knapp 400-seitigen “Ich erklär’s dir mal ganz einfach”-Schinkens im Breitwandformat. Aber dadurch ist das Buch zumindest abwechslungsreich und durchaus anschaulich.

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Thematisch reicht das “Networking 101″-Buch des Marktführers bei Switches und Routern von den Grundlagen der IP-Netze (OSI-Modell, TCP/IP-Stack, IP Version 6) über das LAN- und WAN-Design bis hin zu Storage Area Networks, Sicherheitsaspekten, Videokonferenzen und Unified Communications sowie Virtualisierung - mithin so ziemlich sämtliche Felder, auf denen sich der Netzwerker mit seinem umfangreichen Produktportfolio so tummelt.

An inhaltlicher Tiefe erreicht das Werk das Niveau einer umfassenden White-Paper-Sammlung, es geht somit durchaus auf zahlreiche technische Details ein. Zumindest wird man sich mit Konversationsthemen wie dem Spanning Tree Protocol, Network Admission Control oder n-Tier Data Centers auf einer Cocktailparty nur wenige neue Freunde machen.

Die “Simplified”-Serie ist damit sozusagen Ciscos Konkurrenzveranstaltung zur Buchreihe “… for Dummies” von Wiley Publishing (die hier bereits angemessen gelobt wurde) - wenngleich ohne das einheitlich-klare Design der knuffigen Dummies-Bücher. Dennoch: Das Vorhaben, die Breite des Themas Networking auf möglichst eingängige Weise darzustellen, verdient Anerkennung.

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HP: Green IT for Dummies - “for”, nicht “für”

IT-Gigant Hewlett-Packard (HP) gibt sich große Mühe, als umweltfreundliches Unternehmen dazustehen. Dazu hat HP, wie das heute in der IT-Branche üblich ist, bei so ziemlich sämtlichen Produkten die “Green-IT”-Komponente werbewirksam herausgearbeitet. Der Weltkonzern berichtet zudem natürlich eifrig über seine Umweltaktivitäten in so genannten “Corporate Social Responsibility Reports” (CSR-Reports) - schließlich will man weg vom Image als Druckerhersteller = Baumabholzer. (HP hat viel mehr im Sortiment als nur Drucker, aber wem will man’s übelnehmen, wenn er bei HP zuerst mal an Drucker denkt?) Ein Bestandteil von HPs CSR-Initiativen ist seit Kurzem eine PDF-Broschüre namens “Green IT for Dummies“, die das Haus offenbar bei Wiley als spezielle HP-Edition in Auftrag gegeben hat.

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Über die Buchreihe “… for Dummies” habe ich mich schon mal lobend geäußert, sind doch diese Bücher prominente Vertreter des Ansatzes, Fachinformation ein Stückchen amüsanter aufzubereiten als marktüblich. So ist auch HPs Green-IT-PDF ein nützlicher Schritt: “Green IT for Dummies” bietet einen angenehmen und angenehm kompakten Einstieg in die Möglichkeiten, die ein Unternehmen hat, um erstens seine IT umweltfreundlicher zu machen und zweitens mittels IT insgesamt umweltfreundlicher zu wirtschaften. So weit, so gut.

Am Rande eine Pressekonferenz des Analystenhauses Experton Group, das eine neue Studie zu Green IT vorgestellt hat, sagte mir ein HP-Sprecher, dass man dieses nützliche Broschürchen auch hierzulande unters Volk bringen wolle - und dass es in mehreren Sprachen erhältlich sei, allerdings nicht auf Deutsch. Das ist ein Jammer. Denn die Zielgruppe einer solchen Publikation - Manager, IT-Verantwortliche wie auch ganz normale Mitarbeiter in ganz normalen Unternehmen - können sicher häufig zu wenig Englisch, um nicht vor einer englischsprachigen Publikation zu so einem technischen Thema zurückzuschrecken.  :-(

Habe HP jedenfalls geraten, das nette Heftchen auf die eine oder andere Weise ans Ufer der deutschen Spache zu zerren - mal sehen, ob’s klappt…
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Der Communitainment-Klassiker: die Buchserie “… for Dummies”

Auf dem wackeligen Drahtseil zwischen Fachinformation und Entertainment bewegt sich die Buchserie “… for Dummies”, herausgegeben von Wiley Publishing, schon seit Jahren mit schlafwandlerischer Sicherheit. Auf der Homepage der Dummies-Serie findet man auch zahlreiche Videos, die allerdings - anders als die Buchserie - oft traditionellen Lehrmaterial-Charakter haben. Interessant für Unternehmen: Seit geraumer Zeit bietet Wiley auch Corporate Publishing, sodass Unternehmen mit Buch- oder Broschürenveröffentlichungen vom wohletablierten Dummies-Image profitieren können. Ein interessantes Beispiel für dieses Verfahren ist das Buch “Network Access Control for Dummies” - ein ausgewachsenes Security-Fachbuch, geschrieben von drei Autoren, die allesamt beim Netzwerk- und Security-Anbieter Juniper Networks arbeiten (was den Wert des Buches aber durchaus nicht schmälern muss!).

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Juniper hat übrigens in den Jahren 2006/2007 eine nette Communitainment-Kampagne gefahren: Der Netzwerkausrüster hatte hierbei einen Cartoon-Nerd, wie man ihn von Gary Larson bestens kennt, zur Corporate-Identity-Figur erhoben. Nett! Die Beschreibung des Juniper-Buchs im Dummies-Store ist hier zu finden.
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