Archiv der Kategorie Cartoon

Gemeinschaftsprojekt “Communitainment, Inc” geht an den Start

In meiner Rolle als Inhaber des Redaktionsbüros Mitteilerei habe ich zusammen mit dem Atelier Wolfgang Traub in Staufen das gemeinschaftliche Projekt “Communitainment, Inc” ins Leben gerufen. Unser Ziel ist es, neue oder bestehende Communities zu beraten und mit Communtainment-Maßnahmen und -Materialien zu unterstützen, um das Interesse am jeweiligen Projekt und die Motivation von Community-Mitgliedern und -Neulingen zu fördern.

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Unsere Ausgangsthese: Diejenigen Unternehmen und Organisationen werden sich am besten im Markt positionieren können, denen es gelingt, ihre eigenen Mitarbeiter, Partner, Kunden und Interessenten als Community zu verstehen, zu behandeln und zu organisieren. Denn der Trend geht zum Community-orientierten Arbeiten.

Zahlreiche Projekte - so zum Beispiel die Einführung von Social Software, aber ebenso Security Awareness, IT-Service-Management oder der ressourcenschonende Einsatz von IT-Infrastruktur (Green IT) - erfordern motivierte Mitarbeiter, Partner und Kunden, die sich freiwillig einbringen und gemeinsam zu einer Sache beitragen.

Community-Bewusstsein, Interesse und Motivation gilt es aber zunächst aufzubauen und gezielt zu fördern: durch Information, Anreize, Kommunikationsangebote und eben auch durch Unterhaltung. Es sollte eine Freude sein, an einer Community mitzuwirken. Dies zu fördern, dazu dient Communitainment. Denn Motivation und Freude am Mitmachen lassen sich nicht per Dekret verordnen oder per Richtlinie festschreiben.

Nachhaltiges Interesse an einer Community entsteht unter anderem durch:
* Neugier: Worum geht es da?
* einen klar erkennbaren Nutzen oder Mehrwert: Was bringt mir das?
* Möglichkeiten produktiver Interaktion: Wie kann ich mich mitteilen?
* Reputation: Wie finde ich Anerkennung?
* “In-crowd”-Denken: Wie kann ich dazugehören?
* kontinuierliche Aktualität: Was gibt es heute Neues?
* Reziprozität: Was bringt es mir, mich einzubringen?
* und nicht zuletzt Unterhaltungswert: Macht es Spaß, mit dabei zu sein?

Das gemeinschaftliche Projekt “Communitainment, Inc” der Mitteilerei hat des Ateliers Wolfgang Traub hilft Unternehmen und Organisationen dabei, diese Faktoren beim Aufbau oder Ausbau ihrer Communities gezielt aufzusetzen und zu stärken. Community-Orientierung wollen wir mit individuell konzipierten und erarbeiteten Communtainment-Maßnahmen und -Materialien unterstützen.

So erreichen Sie uns:

Mitteilerei Dr. Wilhelm Greiner
Pfarrweg 2
D-81539 München
Tel.: 0176/6294-6553
E-Mail: wilhelm.greiner@mitteilerei.de
Web: www.mitteilerei.de

Atelier Wolfgang Traub
Auf dem Graben 22a
D-79219 Staufen
Tel.: 07633/9233980
E-Mail: mail@wolfgangtraub.de
Web: www.wolfgangtraub.de


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Security-Awareness-Kampagnen: Vom Poster zur Best Practice

Die Website www.nativeintelligence.com führt ein umfangreiches Sortiment generischer Security-Awareness-Materialien: Zur Auswahl stehen neben Hunderten von Postern auch zahlreiche andere Materialien wie Kalender, Bookmarks, Notizblöcke, Broschüren oder auch Verpackungen für Süßkram, um Mitarbeiter förderliches Verhalten zu belohnen. Die Materialien sind praktisch alle auf Englisch (von einigen spanischen Postern abgesehen) und taugen damit für ein deutsches Unternehmen lediglich als Pool für die Ideensammlung.

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Bild: Native Intelligence, Inc.

Security-Awareness-Experten warnen außerdem vor der Benutzung generischen Materials, so auch kürzlich wieder auf der Awareness-Konferenz secAware in Düsseldorf (siehe auch hier). Allerdings benutzen Fachleute wie zum Beispiel Dietmar Pokoyski von known_sense für ihre Awareness-Arbeit gerne originelle Gadgets als Eye-Catcher und Incentives; diese Gadgets - etwa Pokoyskis Giveaways à la Passworthalter, Lego-Virenbausatz oder Virenquartett - können in abgewandelter Form durchaus für mehrere Projekte Verwendung finden.

Im Spannungsfeld zwischen ausgefeilten, unternehmensspezifischen Awareness-Projekten und billigem, aber vielleicht auch schnell wieder vergessenem Awareness-Material stellt sich die Frage, wie jene Unternehmen zu einer nachhaltigen Sicherheitskultur kommen sollen, die sich kein teures Individual-Consulting leisten können.

Experten wie Michael Helisch von Hecom betonen hier die Bedeutung einer Unternehmenskultur, die den einzelnen Mitarbeiter ernst nimmt und ein angenehmes und damit motivierendes Arbeitsumfeld schafft, während Dr. Johannes Wiele von der Defense AG auf das Coaching der Führungskräfte setzt, die dann wiederum als Vorbild für ihre Kollegen dienen (sollten).

Die inzwischen schon einigermaßen verbreiteten und erschwinglichen Social Software-Lösungen bietet zudem eine geeignete technische Basis, um schnell und hierarchiearm unternehmensweite Diskussionen über Aspekte wie zum Beispiel den Umgang der Mitarbeiter mit IT-Sicherheit auszudiskutieren und gemeinsame Richtlinien für das erforderliche Verhalten zu erarbeiten. Wenn denn Dinge wie “schnell und hierarchiearm”, “ausdiskutieren” und “gemeinsam erarbeiten” überhaupt erwünscht sind…

Best Practices für Awareness-Arbeit diesseits aufwändiger individueller Consulting-Projekte müssen sich wohl erst noch etablieren.  Wer weiß Beispiele dafür?


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secAware: Die deutschsprachige Awareness-Szene diskutiert neue Wege

Bei der secAware vorgestern und gestern in Düsseldorf trat sich die Crème de la Crème der deutschen, österreichischen und schweizer Security-Awareness-Szene. Die rund 70 Teilnehmer diskutierten, wie Awareness-Arbeit der nächsten oder gar dritten Generation aussehen könnte - während die Masse der Unternehmen die erste Welle noch vor sich hat (oder aber von deren Notwendigkeit gar nichts weiß).

Die fast durchwegs spannenden Vorträge und Diskussionen drehten sich um Fragen wie Sicherheits- und Unternehmenskultur, Interkulturalität, Messbarkeit des Erfolgs von Awareness-Maßnahmen, die Berücksichtigung von Charaktertypen bei der Ausrichtung von Kampagnen, Involvement und Blended Learning, Einschätzung des Risikos durch den menschlichen Faktor im IT-Alltag (auf neudeutsch Human Factor Risk Assessment oder HFRA geheißen) und mehr.

091029-secaware.JPG Das Publikum der secAware sah zwischenzeitlich die Welt durch Security-Awareness-Brillen von known_sense. Bild: isits.

Dazu kamen Praxisberichte von Microsoft (mehr dazu morgen) und EnBW. Der gemeinsame Nenner war stets: Man muss die angesprochenen Kollegen im Haus aktiv engagieren und emotional involvieren, damit die Awareness-Arbeit eine Chance auf nachhaltige Wirkung haben kann.

In einer Mittagspause präsentierte mein Communitainment-Partner Wolfgang Traub, welche Möglichkeiten in humorvoller visueller Präsentation - genauer: in Cartoons - stecken, während ich bei der abschließenden Podiumsdiskussion für Community-gerechtere Kommunikation plädieren durfte.

Mir fiel bei der Veranstaltung vor allem auf, dass die anwesenden CISOs, Security-Experten und Awareness-Berater die Themen Social Software und Social Networks fast ausschließlich überwiegend als Bedrohung diskutiert haben. Das Potenzial von Social Software, eine Plattform für eben jene Involvierung zu bieten, die immer wieder beschworen wurde, fand kaum Beachtung.

Social Software rollt aber auf die Unternehmen zu wie ein Tsunami: Die Firmen werden mit diesen neuen Techniken spontaner, flexibler Zusammenarbeit und Kommunikation konfrontiert werden, ob sie wollen oder nicht, so wie früher mit E-Mail, PDAs oder Mobiltelefonen.

Denn erstens ist Social Software für viele Dinge einfach praktischer und einfacher zu bedienen als die unternehmensinternen Tools. Zweitens kennen und nutzen immer mehr Menschen Social Networks und Social Media im Privatleben - und die private vermischt sich immer stärker mit der beruflichen IT-Nutzung („Consumerization“ genannt) - mal von den Unternehmen gefördert, mal nicht.

Social Computing/Media/Networking/Software/was-auch-immer wäre deshalb ein ungemein gut geeignetes - weil beliebtes, schickes, aber zugleich offensichtlich problematisches - Thema, um mit den Mitarbeitern eines Unternehmens einen Dialog anzuzetteln - sorry: „Involvement zu generieren“. Man könnte die Kollegen früh und aktiv an einer Security-Debatte rund um den Einsatz und die Grenzen jener Tools beteiligen, die vielen CISOs offenbar ausschließlich als dunkle Wolken am Horizont der Informationssicherheit gelten. Vielleicht kommt das ja noch. Hilfreich wär’s.


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Communitainment - für Novell ein alter Hut

Bereits 1997 hatte Netzwerker Novell die Idee, ein White Paper zum damals noch neuen Thema Intranets mit putzigen Cartoon-Figuren zu illustrieren. Das Hintergrundpapier mit dem Titel “Intranet - Käpt’n Novell erklärt’s Ihnen” rückte das freundliche Gnubbelnasenmännchen Käpt’n Novell in den Vordergrund. Die Cartoon-Figur mit Seemannsbart und roter Novell-Schiebermütze erläuterte dem Leser den Weg vom LAN über das Internet zum Intranet, und zudem fanden Novell-typische Aspekte wie Groupware und Netzwerk-Management Erwähnung. Abgerundet wurde die nett gemachte Broschüre durch ein Glossar, in dem unter anderem erklärt wurde, wie man “@” ausspricht. :-)

Auch in dieser Beziehung war Novell also früh dran - Kompliment!

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Für vergrößerte Ansicht bitte Bilder anklicken.

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Der Communitainment-Klassiker: die Buchserie “… for Dummies”

Auf dem wackeligen Drahtseil zwischen Fachinformation und Entertainment bewegt sich die Buchserie “… for Dummies”, herausgegeben von Wiley Publishing, schon seit Jahren mit schlafwandlerischer Sicherheit. Auf der Homepage der Dummies-Serie findet man auch zahlreiche Videos, die allerdings - anders als die Buchserie - oft traditionellen Lehrmaterial-Charakter haben. Interessant für Unternehmen: Seit geraumer Zeit bietet Wiley auch Corporate Publishing, sodass Unternehmen mit Buch- oder Broschürenveröffentlichungen vom wohletablierten Dummies-Image profitieren können. Ein interessantes Beispiel für dieses Verfahren ist das Buch “Network Access Control for Dummies” - ein ausgewachsenes Security-Fachbuch, geschrieben von drei Autoren, die allesamt beim Netzwerk- und Security-Anbieter Juniper Networks arbeiten (was den Wert des Buches aber durchaus nicht schmälern muss!).

nac-for-dummies.jpg  Für vergrößerte Ansicht das Bild anklicken.

Juniper hat übrigens in den Jahren 2006/2007 eine nette Communitainment-Kampagne gefahren: Der Netzwerkausrüster hatte hierbei einen Cartoon-Nerd, wie man ihn von Gary Larson bestens kennt, zur Corporate-Identity-Figur erhoben. Nett! Die Beschreibung des Juniper-Buchs im Dummies-Store ist hier zu finden.
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