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20.12.2009 von Wilhelm Greiner.
Die europäische Hausmesse der HP Software-Division “HP Software Universe“, die diese Woche in Hamburg stattfand, eröffnete mit einem witzig gemachten Trickfilm: Zwei Trickfilmfiguren durchlebten das Chaos des modernen IT-Management-Betriebs auf cartoonesk unterhaltsame und damit anschauliche Weise. Ich hoffe, HP stellt den Film bald auf YouTube, bisher habe ich ihn dort noch nicht gefunden. (Ich freue mich über Hinweise, sobald der Film dort auftaucht!)
Nett war zudem, dass Gastgeber Anton Knolmar, Vice President Worldwide Marketing bei HP Software, zunächst selbst als - wenn auch lebensähnliche - Trickfigur auftauchte, die vorgab, sich in den Trickfilm verirrt zu haben, bevor Knolmar dann live und in Farbe die Bühne betrat. Die laut HP über 3.000 Teilnehmer haben sich bei dem Film nicht gerade aus dem Leim gelacht, waren aber doch offenbar amüsiert.
Ich stelle zufrieden fest, dass unterhaltsame, Community-gerechte Kommunikation - also Communitainment - zunehmend Eingang in das Auftreten selbst großer IT-Anbieter wie HP findet. Schließlich ist es das Kernanliegen des Metaphorous-Blogs, dass die Kommunikation von IT-Themen nicht nur Community-gerechter, sondern zudem unterhaltsamer werden muss.
Ähnliche Vorgehensweisen waren auch schon bei HPs Hauptkonkurrenten IBM zu beobachten, etwa wenn es um Social Software geht (siehe hier). Verbreitet sind solche Communitainment-Elemente insbesondere im Bereich Security Awareness, da es hier darauf ankommt, Mitarbeiter zur Teilnahme zu motivieren - wie ja in Social Networks auch.
Wünschen würde ich mir, dass solche unterhaltsamen Ansätze keine Einzelmaßnahmen bleiben, sondern ein tragender Bestandteil der Kommunikation der IT-Anbieter werden, auf ihre jeweiligen Communities zuzugehen. Denn letztlich geht es in zahlreichen Märkten darum, dass die Mitglieder der Community sich freiwillig in die Diskussion einbringen.
HP hat auf der Software Universe auch den Launch einer Community für Themen rund um das HP-Software-Lösungs-Portfolio unter der Leitung von Community-Managerin Heather Caldwell angekündigt - da könnte mehr und sinnvoll eingesetztes Communitainment sicher nicht schaden
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23.11.2009 von Wilhelm Greiner.
In meiner Rolle als Inhaber des Redaktionsbüros Mitteilerei habe ich zusammen mit dem Atelier Wolfgang Traub in Staufen das gemeinschaftliche Projekt “Communitainment, Inc” ins Leben gerufen. Unser Ziel ist es, neue oder bestehende Communities zu beraten und mit Communtainment-Maßnahmen und -Materialien zu unterstützen, um das Interesse am jeweiligen Projekt und die Motivation von Community-Mitgliedern und -Neulingen zu fördern.
Unsere Ausgangsthese: Diejenigen Unternehmen und Organisationen werden sich am besten im Markt positionieren können, denen es gelingt, ihre eigenen Mitarbeiter, Partner, Kunden und Interessenten als Community zu verstehen, zu behandeln und zu organisieren. Denn der Trend geht zum Community-orientierten Arbeiten.
Zahlreiche Projekte - so zum Beispiel die Einführung von Social Software, aber ebenso Security Awareness, IT-Service-Management oder der ressourcenschonende Einsatz von IT-Infrastruktur (Green IT) - erfordern motivierte Mitarbeiter, Partner und Kunden, die sich freiwillig einbringen und gemeinsam zu einer Sache beitragen.
Community-Bewusstsein, Interesse und Motivation gilt es aber zunächst aufzubauen und gezielt zu fördern: durch Information, Anreize, Kommunikationsangebote und eben auch durch Unterhaltung. Es sollte eine Freude sein, an einer Community mitzuwirken. Dies zu fördern, dazu dient Communitainment. Denn Motivation und Freude am Mitmachen lassen sich nicht per Dekret verordnen oder per Richtlinie festschreiben.
Nachhaltiges Interesse an einer Community entsteht unter anderem durch:
* Neugier: Worum geht es da?
* einen klar erkennbaren Nutzen oder Mehrwert: Was bringt mir das?
* Möglichkeiten produktiver Interaktion: Wie kann ich mich mitteilen?
* Reputation: Wie finde ich Anerkennung?
* “In-crowd”-Denken: Wie kann ich dazugehören?
* kontinuierliche Aktualität: Was gibt es heute Neues?
* Reziprozität: Was bringt es mir, mich einzubringen?
* und nicht zuletzt Unterhaltungswert: Macht es Spaß, mit dabei zu sein?
Das gemeinschaftliche Projekt “Communitainment, Inc” der Mitteilerei hat des Ateliers Wolfgang Traub hilft Unternehmen und Organisationen dabei, diese Faktoren beim Aufbau oder Ausbau ihrer Communities gezielt aufzusetzen und zu stärken. Community-Orientierung wollen wir mit individuell konzipierten und erarbeiteten Communtainment-Maßnahmen und -Materialien unterstützen.
So erreichen Sie uns:
Mitteilerei Dr. Wilhelm Greiner
Pfarrweg 2
D-81539 München
Tel.: 0176/6294-6553
E-Mail: wilhelm.greiner@mitteilerei.de
Web: www.mitteilerei.de
Atelier Wolfgang Traub
Auf dem Graben 22a
D-79219 Staufen
Tel.: 07633/9233980
E-Mail: mail@wolfgangtraub.de
Web: www.wolfgangtraub.de
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1.11.2009 von Wilhelm Greiner.
Der Software-Entwickler Jeff Moser präsentiert auf seiner Site moserware.com einen netten Gimmick: Als (per Scrollen vertikal zu lesenden) Comic-Strip mit Strichmännchen bietet er hier einen “Stick Figure Guide to the Advanced Encryption Standard (AES)“. Dieser gibt einen ebenso liebevoll-amüsant wie anschaulich und informativ gestalteten Einstieg in den Verschlüsselungs-Standard - cooles Crypto-Communitainment, yay!
Da die Bilder alle das gleiche Rechteck-Format haben, bietet es sich natürlich auch an, das Ganze auf Slideshare zu posten. Den Stick Figure Guide to AES als Präsentation findet man hier.
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22.8.2009 von Wilhelm Greiner.
Security-Awareness-Spezialist und gelegentlicher Metaphorous-Kommentator Dr. Johannes Wiele von der Defense AG hat jüngst auf zwei YouTube-Clips hingewiesen, die ich hier noch einmal explizit hervorheben möchte: Denn die Trickfilme des Security-Awareness-Portals MindfulSecurity.com nutzen amüsanterweise Karikaturen US-amerikanischer Polit-Prominenz wie Barack Obama, Hillary Clinton, George W. Bush und Sarah Palin als Protagonisten kleiner Geschichten mit dem Anspruch, über Sicherheitsfragen aufzuklären.
Die Aktionen der per Zeichentrick animinerten Politiker aus der Clip-Reihe “West Wing Security” warnen mal vor dem Anklicken von Links in E-Mails unbekannter Absender (in “Phish Bait”), mal weisen sie auf den korrekten Umgang mit Passwörtern hin (in “Password Management”). Ziel des politsatirischen Spottes ist dabei einmal Obama (der in “Phish Bait” den fraglichen Link anklickt, woraufhin das Oval Office evakuiert werden muss); beim Thema Passwort-Management wiederum erscheint Ex-Präsident “W.” als Jammerlappen, während Obama dem Volk im Rahmen einer flotten Tanznummer das Passwort-Handling beibringt.

Dieses Konzept ist für eine Security-Awareness-Maßnahme schon ungewöhnlich. Hinzu gesellt sich noch eine Besonderheit in der Machart: Wie vom Comic her bekannt, bei Trickfilmen aber ungewohnt, unterhalten sich die Protagonisten in Form von Sprechblasen. Originell gemacht - und hoffentlich nützlich.
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21.6.2009 von Wilhelm Greiner.
Paradebeispiel für Communitainment: Zum Launch seines neuen Browsers namens Chrome hat Google ein technisches Hintergrundpapier (ein so genanntes White Paper) veröffentlicht, um klarzumachen, was an Chrome besser ist als an den Browsern der bösen Konkurrenz wie Microsofts Internet Explorer. Das White Paper sollte sich somit an Viel-Surfer richten, die technisch interessiert und mit ihrem aktuellen Browser unzufrieden sind, und die etwas Cooleres, Besseres, Originelleres suchen. Deshalb wollte Google offenbar auch, dass das White Paper etwas origineller daherkommt als handelsüblich. Also beauftragte man den bekannten Zeichner Scott McCloud mit der Erstelllung des White Papers - als Comic. Sehr schöne Idee, wirklich zielgruppengerecht. Wenn Chrome nach wie vor marktanteilsmäßig eher am unteren Ende der Skala dümpelt, dann sicher nicht, weil die Googelianer sich in Sachen Wissensvermittlung keine Gedanken gemacht hätten. Das Google-Online-Comic gibt es hier, Scott McClouds Erläuterungen zur Entstehung hier.
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